Differenzierungskonzept
In der Klassenstufe 5 werden alle Schülerinnen und Schüler ausschließlich im Klassenverband gemeinsam unterrichtet. Zunächst geht es vor allem um das Kennenlernen der neuen Schule und der Mitschüler; eine gemeinsame Fahrt aller Fünftklässler unterstützt diesen Prozess des Sich-Neu-Zurechtfindens.
Darüber hinaus dienen die ersten Monate der Orientierung über Interessen, Leistungsvermögen und Lerntempo und bieten die Möglichkeit, durch Förderkurse neben dem Wissenserwerb Rückstände aufzuholen. Die Offene Ganztagsschule hält ein unterstützendes Angebot bereit, das selbstverständlich auch in späteren Schuljahren genutzt werden kann.
Wichtige Grundlagen für den Schulerfolg werden vertieft im obligatorischen Kurs “Lernen lernen”.
Zum Ende des ersten Halbjahres ersetzen ausführliche Eltern- und Schülergespräche das Notenzeugnis.
Um den individuellen Begabungen gerecht zu werden, beginnt in der 6. Jahrgangsstufe die Fachleistungsdifferenzierung in Deutsch, Englisch und Mathematik. Die Klassenkonferenz entscheidet über die Anspruchsebenen bei der Kurseinteilung und nimmt auf der Basis von Lernausgangstests die Zuweisung der Schülerinnen und Schüler vor.
Ein Wechsel des Differenzierungsangebots ist jederzeit möglich.
In Klassenstufe 7 kommt zum Kernunterricht der Wahlpflichtunterricht (WPU) dazu, der bis zum Ende der Schulzeit in klassenübergreifenden Lerngruppen erteilt wird.
Die Schülerinnen und Schüler wählen vier Unterrichtsstunden pro Woche aus einem der Bereiche Sprachen, Naturwissenschaften, Technik, Verbraucherbildung, Darstellen/Gestalten und Sport. Ziel ist die individuelle, neigungs- und begabungsorientierte Schwerpunktbildung.
Für alle Schüler verpflichtend ist ein Kurs in Präsentationstechniken.
Am Ende der Klassenstufe 8 wird den Eltern schriftlich mitgeteilt, welcher Abschluss ihrem Kind nach dem gegenwärtigen Leistungsstand voraussichtlich zuerkannt werden kann.
Ab dem 9. Schuljahr werden bildungsgangbezogene Lerngruppen gebildet, um jedem Jugendlichen zum bestmöglichen Abschluss zu verhelfen.
Die Schüler, bei denen aufgrund des Leistungsbildes nicht gewährleistet ist, dass sie den Mittleren Bildungsabschluss erreichen, werden in einer Klasse zusammengefasst; für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf wird eine Flex-Klasse eingerichtet, die den Erwerb des Hauptschulabschlusses nach Klassenstufe 10 ermöglicht.
Die Klassenstärke wird niedrig sein, um sicherzustellen, dass diese Schüler am Ende der obligatorischen Schulzeit über Mindeststandards in möglichst allen Fächern verfügen. Außerdem sollen möglichst viele Schüler durch intensive Förderung in die Lage versetzt werden, nach einer qualifizierten Hauptschulprüfung die 10. Klasse zu besuchen um anschließend den Realschulabschluss zu erhalten.
Nach erfolgreichem Besuch der 10. Jahrgangsstufe wird der “Mittlere Bildungsabschluss” vergeben. Für Schüler, die anschließend in eine gymnasiale Oberstufe wechseln wollen, gibt es spezielle Kurse in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Sie erleichtern den Übergang und bereiten auf das veränderte Anforderungsniveau vor.
Aktualisiert am 11. Februar 2010











