Ausflug der 10a zur Documenta in Kassel 

DSCN0289Die Documenta ist eine sehr seltene Kunstausstellung, die nur alle fünf Jahre stattfindet. Die Stadt Kassel ist dann voll mit Kunstwerken, die man sich überall auf der Straße, in Parks und in Museen angucken kann.

Am 12: September 2017 fuhr die Klasse 10a der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten nach Kassel. Unser Klassenlehrer Herr Özen und unsere ehemalige Kunstlehrerin Frau Eichstedt saßen mit uns in der Bahn, denn sie hatten diesen Tagesausflug mit einem Zuschuss aus unserer Klassenkasse, der UNESCO-Kasse und der Unterstützung der Sparkasse Holstein organisiert.

Die Hinfahrt war eigentlich recht gut. Wir mussten zwar schon um 7 Uhr morgens am Bahnhof Ahrensburg sein, ab Hamburg hatten wir im ICE WLAN und konnten so Filme & Serien gucken. Einige haben sich unterhalten. Gelacht wurde auch viel.

Nach einer wirklich sehr langen Fahrt von etwa drei Stunden kamen wir in Kassel an und mussten von da aus noch einmal mit der Bahn in die Stadt fahren.
Da wir unsere Eintrittskarten von Herrn Özen noch bekommen mussten, blieb die ganze Klasse vorerst zusammen, denn bevor wir unsere Tickets bekamen, mussten wir erst ein Klassenfoto vor einem Tempel machen.

Klassenfoto2

Der Tempel sah aus wie die Akropolis in Athen und bestand aus Säulen die mit Büchern geschmückt waren. Diese Bücher waren alle irgendwann mal in einigen Ländern irgendwo auf der Welt verboten gewesen.

Da wir fast zum Ende der Documenta in Kassel waren und der Tempel langsam abgebaut wurde, wurden die Bücher an die Besucher der Documenta verschenkt. Und jetzt haben wir einige Originalkunstwerke von der Documenta in der Klasse.

Freie Auswahl - Die Bücher aus dem Tempel der Zensoren von Marta Minujen werden an die Bersucher verschenkt2

Danach waren wir noch an den Röhren, die alle wie eine kleine Wohnungen gestaltet waren. Nach dem nächsten Klassenfoto durften wir uns endlich aufteilen und konnten uns nun die vielen verschiedenen Kunstwerke ansehen.

Jede Gruppe sollte sich vorher ein Kunstwerk aussuchen, fotografieren und eine Woche später dieses Kunstwerk in der Klasse vorstellen. Die besten Bilder wurden dann später von einigen Jungs zu einem Film zusammengeschnitten, der beim Elternabend vorgeführt wurde. (Da wurden dann auch die Plakate mit den Informationen zu den „verbotenen Büchern noch mal vorgestellt.)

Schreckensbilder von Miriam Cahn1

Meine Gruppe kümmerte sich zum Beispiel um die Schreckensbilder, die, meiner Meinung nach, nicht so schrecklich waren, wie ich gedacht hatte.
Am besten gefiel mir die Blutmühle in der Orangerie.

Blutmühle von Antonio Vega Macotela1

Die Blutmühle war der Nachbau einer Silberpresse in der die spanischen Eroberer die Indios aus Südamerika dazu zwangen das erbeutete Silber zu Münzen zu pressen. Der Kontrast zwischen den unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der Blutmühle und dem Schloss in der künstlichen Parkanlage wurde später von der Gruppe, die dieses Kunstwerk vorstellen sollte, besonders hervorgehoben.

Nachdem wir dann alle stundelang durch Kassel gelaufen waren, trafen wir uns wieder am Bahnhof und fuhren wieder nach Hause.
Die Rückfahrt war ein bisschen ruhiger als auf dem Hinweg, obwohl es schon schade war, dass wir auf dem Rückweg kein WLAN hatten, da wir in der Ruhezone saßen. Nach über 13 Stunden endete dann unser Kunst-Trip wieder am Ahrensburger Bahnhof.

Im Großen und Ganzen war der Ausflug schön, auch wenn ich sagen muss, dass ich mich bei einigen „Kunstwerken“ gefragt habe, was daran Kunst sein soll.

Lea Lietzow, 10a

Aktualisiert am 14. November 2017
Kategorie Allgemein