Hockey-Projekt der Klasse 10A

Titelbild für Homepage.JPGZu Beginn des neuen Schuljahres kam sowohl bei mir als Sportlehrerin als auch bei den 21 Schülerinnen und Schülern der Klasse 10A der Wunsch auf, einmal etwas „Neues“ im Sportunterricht auszuprobieren. Mein Vorschlag, eine Unterrichtseinheit zum Thema Hockey durchzuführen, stieß bei den Schülern auf großes Interesse und somit nahm ich Kontakt zum Tennis- und Hockeyclub Ahrensburg (THCA) auf und konnte den hauptberuflichen Hockeytrainer Michael Dahncke dafür begeistern, unser Projekt zu unterstützen und 4 Doppelstunden lang der Klasse 10A „seine“ Sportart näher zu bringen.

Hockey ist eine technisch höchst anspruchsvolle Sportart, die im Winter in der Halle und von März bis Oktober draußen auf dem Kunstrasenplatz gespielt wird und sowohl Ausdauer und Kraft als auch ein hohes Maß an Koordination und taktischem Spielverständnis erfordert.

Anfang März brachte uns Michael Dahncke – ausgestattet mit 21 Hockeyschlägern und 21 Hockeybällen – nach einem kurzen Kennenlernen von Schläger und Ball die neben Fairplay wichtigsten Hockeyregeln bei: „Der Ball darf nur mit der glatten Seite des (an einer Seite abgerundeten) Hockeyschlägers gespielt werden.“ und „Der Ball darf nicht mit dem Fuß gestoppt oder gespielt werden.“ Schon diese zwei Regeln erforderten bei den Schülern ein Umdenken, hatten die meisten von ihnen im Schulsport bisher nur „Unihockey“ kennen gelernt, bei dem sowohl das Spielen mit beiden Schlägerseiten als auch das Stoppen mit dem Fuß erlaubt ist.

In den ersten drei Sportstunden erlernten und übten die Schüler das Ballführen und Dribbling, das Spiel mit der Vor- und Rückhand, das präzise Passen und Stoppen sowie das Umspielen eines Gegenspielers. Am Ende der Sportstunden stand jeweils ein Spiel, in dem die Schüler das Gelernte anwenden konnten und weitere Regeln kennen lernten, wie z.B. dass der Ball beim Hallenhockey mit Ausnahme des Torschusses nur flach gespielt werden darf. Schnell wurde festgestellt, dass ein Hockeyball deutlich härter als ein Unihockeyball ist und bei Kontakt mit den Schienbeinen zu Schmerzen und blauen Flecken führen kann (Hockeyspieler sind durch Schienbeinschoner und Mundschutz geschützt). Zudem bemerkten einige Schüler, dass ihre Rückenmuskulatur durchaus weiter ausbaufähig und Hockey ein sehr anstrengender Sport ist, bei dem man so richtig ins Schwitzen gerät.

Als Highlight schlug Michael Dahncke vor, die letzte Sportstunde des Projekts in die „richtige“ Hockeyhalle auf dem Gelände des THCA zu verlegen, in der auch die Vereinsspieler im Winter ihr Training und die Punktspiele durchführen.

So hatten die Schüler die Möglichkeit, im Rahmen eines Abschlussturniers ihre erlernten Fähigkeiten unter Realbedingungen auf einem größeren Spielfeld mit echten Hockeytoren und Banden (eine wichtige Voraussetzung für ein Hallenhockeyspiel) sowie mit akustischen Signalen und der Angabe von Spielzeit und Punktestand auf einer elektronischen Anzeigetafel unter Beweis zu stellen. Als Überraschung und weitere Motivation hatte Michael Dahncke zwei Vereinstorwarte aus dem Jugendbereich (Neele und Max) eingeladen, die die Teams der Klasse 10A im Spiel in kompletter Torwartausrüstung mit großem Einsatz unterstützten und viele Tore verhindern konnten. Das sehr ausgeglichene, faire Turmier bildete den perfekten Abschluss eines interessanten und gelungenen Hockeyprojektes.

Vielen Dank, liebe Klasse 10A, für euren gewohnt sportlichen Einsatz, eure Motivation und Disziplin sowie eure Bereitschaft, eine neue, anspruchsvolle Sportart zu erlernen!

Herzlichen Dank, lieber Michael, liebe Neele und lieber Max für eure Unterstützung!

Miriam Lichtenfeld

Aktualisiert am 4. Mai 2017
Kategorie Allgemein