Englandfahrt 2014

Am Sonntag, den 21.September um 5:00 Uhr morgens war es soweit, 48 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen betreut von Fr. Preuschoft, Fr. Schröder, Fr. Salomon und H. Kasper, machten sich auf die Reise nach Brighton in Südengland.
Mit dem Bus ging es quer durch Europa, auf unserer Reise durchfuhren wir die Niederlande, Belgien und Frankreich, bis wir in Calais auf die Fähre nach Dover gingen. Nach überstandener Passkontrolle und leicht schaukliger Überfahrt erreichten wir gegen 20 Uhr britischer Zeit endlich unser Ziel Brighton. Wir waren sehr aufgeregt, da es jetzt zu zweit oder dritt in fremde Gastfamilien ging, aber wir wurden nett empfangen und verbrachten unseren ersten Abend in England.
Am nächsten Morgen besuchten wir zuerst die Seven Sisters. Als die „sieben Schwestern“ wird die Kliffküste zwischen Eastbourne und Seaford bezeichnet. Oberhalb der riesigen, weißen, über 100 m hohen Kreideklippen ohne Geländer !!! ( an einige Stellen waren Trauerkreuze, teils mit Blumenschmuck und Herr Kasper wusste auch entsprechende Schauergeschichten ) machten wir bei strahlendem Sonnenschein einen tollen Spaziergang und genossen den Ausblick über den Ärmelkanal.

London 2014 während unserer Englandfahrt

London 2014 während unserer Englandfahrt

Nachdem unser Busfahrer Werner uns wieder eingesammelt hatte, ging es zunächst nach Brighton, wo Herr Kasper uns durch die sogenannten Lanes führte, ein Labyrinth in dem man sich schnell verirrt, kleine Straßen und Gässchen mit alten Restaurants und ausgefallenen Geschäften.
Brighton gehört zu der Grafschaft East Sussex und ist das größte und bekannteste Seebad Englands mit etwa 156.000 Einwohnern.
Nachmittags besichtigten wir den Royal Pavilion: Ein skurriler Palast, außen indisch, innen chinesisch, um 1815 vom Fürsten von Wales: Georg IV einem „verrückten“ fress-, trink-, prunk- und weibersüchtigen Lebemann erbaut. Audioguides halfen uns, das Leben an diesem Hofe zu verstehen.
Dienstag endlich auf nach London. Underground fahren, Big Ben, Westminster, Horseguards, Buckingham Palace, Trafalgar Square, … unsere Lehrer zeigten sich als versierte Reiseleiter und Stadtführer, hatten aber auch keine echten Lösungsvorschläge für die Entsorgung von Bananenschalen, wenn es im ganzen Regierungsviertel keine Mülleimer gibt (Vorsorge gegen Terrorakte). Die City war sehr busy, wir mussten gut aufpassen, dass niemand verloren ging und die Lehrer ließen uns häufig zum Durchzählen in Zweierreihen antreten. Aber es war dennoch toll, all die Sehenswürdigkeiten, die wir nur aus dem Englischunterricht kennen, live zu sehen! Am Covent Garden endlich etwas Freizeit zum Shoppen und es gab Toiletten!!!
Nachmittags ging es zu Fuß entlang der Themse zum Globe Theatre, welches 1599 erbaut wurde und vor allem durch zahlreiche Aufführungen von William Shakespeare einen bedeutenden Platz in der Theatergeschichte einnimmt. Dort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und nahmen an einem Theater-Workshop teil. Wir spielten wie echte Schauspieler „Romeo und Julia“ und hatten dabei eine Menge Spaß. Jetzt können wir sogar Shakespeares Englisch verstehen (O Romeo, Romeo! Wherefore art thou, Romeo)! Zum Abschluss durften wir noch das Globe Theatre besichtigen, das aufgrund seiner runden Form und des offenen Dachs ganz anders ist, als man Theater sonst kennt.
Abends ging es mit dem Bus zurück nach Brighton zu unseren Gasteltern. Nach diesem Londontag hatten wir alle „runde Füße“, auch die Lehrer.
Am Mittwoch, nach einem wiederum netten Abend bei den Gasteltern, besuchten wir das berühmte Arundel Castle, eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen Britanniens und eine gewaltige Kathedrale. Wir fühlten uns wie Prinzessinnen und Ritter.
Arundel Castle wurde im 11. Jahrhundert erbaut und wird heute noch vom Duke of Norfolk mit seiner Familie bewohnt. Besonders beeindruckend war der schöne Garten mit den Gewächshäusern, in denen zahlreiche exotische Pflanzen gezüchtet werden.
Nachmittags beim Strandspaziergang in Brighton wurden Lochsteine gesammelt und mancher holte sich einen leichten Sonnenbrand, aber zur Entschädigung für die Latscherei gab es für (fast) alle eine Kugel Eis, unsere Lehrerinnen waren spendabel. Am berühmten Brighton Pier endete unser Spaziergang. Der Brighton Pier beherbergt einen riesigen Jahrmarkt mit Restaurants, Spielhallen, Casinos, Achterbahnen und verschiedenen Karussells (crazy). Zum Schluss bekamen wir etwas Freizeit und viele nutzten dies, um noch mal shoppen zu gehen, britische Andenken und Primark. Unsere englischen Pounds sollten doch auf der Insel bleiben.
Am letzten Tag brachen wir morgens nach Greenwich auf, einem Stadtteil im Südosten Londons. Von hier hatten wir einen tollen Blick über die Stadt und nutzten die Gelegenheit, um zahlreiche Fotos zu machen. Auf dem Hügel befindet sich auch das Royal Greenwich Observatory, durch das der Nullmeridian verläuft und wo die Greenwich Mean Time festgelegt wird, hier beginnt die Uhrzeit für die ganze Welt.
Nach wiederum notwendiger, aber nerviger Suche nach Toiletten, machten wir eine Bootsfahrt auf der Themse, wobei wir zahlreiche eindrucksvolle Bauwerke, wie z.B. Tower of London, Tower Bridge, St. Pauls und The Shard vom Wasser aus bewundern konnten.
Dann wieder U-Bahn „Tube“, wir waren ja schon Profis: Umsteigen kein Problem und wir landeten im National History Museum. Eintauchen in die Welt der Dinosaurier.
Unsere Freizeit verbrachten wir wieder in Covent Garden, wo wir uns mit Essen für die lange Rückfahrt eindeckten.
Das Highlight am Abend war die Fahrt mit dem 140 m hohen London Eye, von oben konnten wir bei Sonnenuntergang fast die ganze Metropole überblicken.
Nachts ging es dann mit Bus und Fähre zurück nach Ahrensburg, wo wir erschöpft, aber glücklich am Freitagmittag von unseren Eltern empfangen wurden. Tolle Schüler, lockere Lehrer und prima Gasteltern gepaart mit herrlichem Wetter machten die Reise unvergesslich!
DANKE!!!

Aktualisiert am 20. April 2015
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