Guernica-Replik in unserer Schule

Seit dem 10. April 2013 zieht ein großes Bild in unserem 100er-Gang die Aufmerksamkeit aller auf sich. Was es mit dem Bild und der Geschichte dahinter auf sich hat, könnt Ihr hier nachlesen.

Guenica-Replik

Guenica-Replik

Unsere UNESCO-Koordinatorin, Frau Peters, schreibt hierzu:
Am 10.4.2013 übergab die Künstlerin Laetitia Barnick in einem Festakt eine 2,20x 5 Meter große Replik von Picassos GUERNICA an die Gemeinschaftsschule am Heimgarten.
Alle Klassen, deren Räume in der Nähe des Bildes liegen, waren bei der Zeremonie anwesend und hörten konzentriert den Reden der geladenen Gäste zu.
Nachdem Schulleiter Herr Bock die Gäste, unter ihnen die UNESCO- Bundeskoordinatorin Brigitte Wilhelm, die Regionalkoordinatorin Ute Grönwold, die UNESCO- Koordinatorinnen und – Koordinatoren anderer Schulen des regionalen Netzes und unsere ehemalige Regional- und Schulkoordinatorin Bärbel Maitin ebenso begrüßt hatte wie die Künstlerin selbst und ihren Lebensgefährten, der die Dokumentation des Festaktes übernommen hatte, würdigten Geladene und Gastgeber in ihren Reden und Grußworten das Werk, das den Auftrag der UNESCO- Projektschulen in abstrakter Form umsetzt: Die Erziehung zum Frieden.
Das grau- blau- schwarze Vorbild entstand als Reaktion auf die Zerstörung der spanischen Stadt Gernika durch den Luftangriff der deutschen und italienischen Luftkräfte, die während des spanischen Bürgerkriegs auf Seiten des Diktators Franco kämpften. Heute befindet das Bild sich in Madrid.
Eine Kopie des riesigen Bildes, gestiftet 1985 vom Milliardär Rockefeller, hängt im Vorraum zum Sitzungssaal des UN- Sicherheitsrats im Hauptgebäude der UNO in New York.
Dort wurde es 2003 verschämt mit einem Vorhang verdeckt, als der Außenminister der USA die Zu­stimmung des Sicherheitsrates zum Irakkrieg erhalten wollte.
Im selben Jahr stellte Sophie Matisse eine farbige Kopie des Bildes, Final Guernica, her.

Die Replik der Schweizer Künstlerin Laetitia Barnick zeigt, welches Leid Krieg bringt. Es ist so leicht, ein paar Bomben auf eine Stadt zu werfen und so schwer, mit den Folgen des Krieges zu le­ben.
Die UNESCO will seit 60 Jahren den Frieden im Geist der Menschen verankern und die Kulturen der Menschen in ihrer Vielfalt erhalten. Ihre Sprachen, Traditionen, Weisheiten, Künste und Gebäu­de und die Natur, mit der sie verwachsen sind, lehren wir, die UNESCO- Projektschulen, schätzen und ehren.
Die Klassen der Gemeinschaftsschule entwerfen zur Begleitung des Bildes eigene, bun­te Bilder von Welterbestätten.
Gemeinsam mit dem Bild Laetitia Barnicks bedeuten wir:
Strebt nach Frieden. Ehrt die Vielfalt. Erhaltet das Erbe der Menschheit.




Aktualisiert am 22. April 2013
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