Exkursion der 10. Klassen zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Die Gedenkstätte heute

Die Gedenkstätte heute

Am 11.02.2010 besuchten wir (die 10A) zusammen mit Frau Salomon, Herrn Gehrke (unserem Geschichtslehrer) und der 10b die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme.
Um wenigstens im geringen Maße nachempfinden zu können, unter welch grausamen Umständen die Häftlinge dort leben und arbeiten mussten, sind wir im tiefsten Winter dorthin gefahren.
Nach unserer Ankunft wurde jede Klasse einem Museumspädagogen zugeteilt. Zusammen mit unserer Museumspädagogin Frau Heddinga führten wir als erstes ein sehr interessantes einstündiges Gespräch darüber, welche Menschen überhaupt in das KZ Neuengamme gekommen sind und aus welchen Gründen. Anschließend erklärte sie uns anhand einer Landkarte, wo die verschiedenen zahllosen Außenlager waren. Danach durften wir uns die aktuelle Ausstellung allein ansehen. Die Ausstellung war in verschiedene Bereiche aufgeteilt:

  • Häftlingsgruppen
  • Alltag und Arbeit
  • Selbstbehauptung, Kultur und Widerstand
  • Vernichtung und Tod
  • Die Außenlager
  • Das Ende
Häftlinge des KZs müssen einen Kanal ausheben

Häftlinge des KZs müssen einen Kanal ausheben

 Bevor wir uns das Gelände selbst ansehen durften, sind wir in den Keller gegangen, der seit der Zeit des Naziterrors unverändert geblieben ist.
Der Raum war für die bis zu 2000 Menschen, die dort zeitweise (zum Beispiel während eines Fliegeralarms) festgehalten wurden, extrem klein. Sie trampelten sich auf dem Weg in den Keller tot, weil sie von den SS-Wächtern gehetzt wurden und für sie zu wenig Platz war.
Danach zeigte unsere Museumspädagogin uns das Außengelände. Uns wurde der Appellplatz, das Klinkerwerk, das SS-Lager und der Kanal, der von den Häftlingen gegraben werden musste, gezeigt.
Im Haus des Gedenkens, das wir zum Schluss besuchten, hingen unzählige, etwa 4 Meter lange Stoffbahnen von den Decken herab, auf denen lückenhaft die Namen der Toten aufgelistet waren. Von den ca. 43 000 Menschen, die gestorben sind, ist nur die Hälfte namentlich bekannt und dort aufgelistet. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass der Besuch einer solchen Stätte natürlich auch ein besonders angemessenes Verhalten erfordert. Ein Ort, an dem so viele Menschen ermordet wurden, ist mit Sicherheit ein Ort, an dem man sich respektvoll verhalten muss. Insgesamt war der Besuch der KZ-Gedenkstätte Neuengamme eine wertvolle Erfahrung.

Viele weitere interessante Informationen zur KZ-Gedenkstätte findet man auf der hauseigenen Website oder hier, auch zu anderen Themenbereichen der Zeit des Nationalsozialismus!
(geschrieben von Mirijam Meyer , Katharina Heise und Thomas Gehrke)

Aktualisiert am 21. April 2010
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